August 15, 2009

Leseliste

Kategorie: X-Brotkrümel — Richard @ 1:32 pm

EN: The Social Atom: Why the Rich Get Richer, Cheaters Get Caught, and Your Neighbor Usually Looks Like You

DE: Warum die Reichen reicher werden und Ihr Nachbar so aussieht wie Sie. Neue Erkenntnisse aus der Sozialphysik

EN: Ubiquity: The New Science That is Changing the World

DE: Das Sandkorn, das die Erde zum Beben bringt


EN: Nonzero: The Logic of Human Destiny (Vintage)


EN: Nexus: Small Worlds and the Groundbreaking Science of Networks: Small Worlds and the Groundbreaking Theory of Networks

DE: Small Worlds: Das Universum ist zu klein für Zufälle. Spannende Einblicke in die Komplexitätstheorie

Juni 16, 2009

Shopping Tour

Kategorie: X-Brotkrümel — Richard @ 9:56 pm

Wie wir leben werden: Unsere Zukunft beginnt jetzt

Die Armut besiegen. Das Programm des Friedensnobelpreisträgers

Marke Eigenbau: Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion

Juni 14, 2009

Kopf schlägt Kapital: Funktion statt Konvention - Jeder kann Gründen

Kategorie: Kurz notiert — Richard @ 12:50 am

Günter Faltin beschreibt in einer für einen deutschen Professor angenehm leicht lesbaren und verständlichen Sprache wie eine Existenzgründung fernab der landläufigen Annahmen funktionieren kann.

Er zeigt wie ein Unternehmen als kreative Kombination existierender Dienstleistungen mit wenig eigenem Kapitalaufwand und ohne 14 Stunden Tag entstehen kann - ein Denkansatz den auch Tim Ferris in seiner “Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben” darlegt.

Im Gegensatz zu Ferris, der seinen Schwerpunkt aber auf das Marketing vor der Entwicklung setzt, konzentriert sich Faltin auf die Entwicklung der Idee und der dazugehörigen Methodik.

Während viele Businessratgeber die entwickelte Geschäftsidee vorraussetzen zeigt Faltin sehr anschaulich an Beispielen wie ein Einfall systematisch und konsequent über längere Zeit zu einer Geschäftsidee und später zu einen ausgereiften ‘Entrepreneurial Design’ - seine Alternative zum Businessplan - weiterentwickelt werden kann.

“Es ist keinesfalls ein Einfall oder eine Idee, die ein gutes Entrapreneurial Design ausmacht. Es steckt systematische Arbeit dahinter, je mehr, desto besser.” (S.136, 8.1.1.)

Sehr authentisch wirkt das Buch durch die Schilderung der eigenen Erfahrungen aus Projekten wie der Teekampagne, aber auch durch die unbeschönigte Darstellung von Sackgassen (z.B. Kapitel 8.5. Die Flaschenbaustein-Idee).

Sehr umfangreich schildert Faltin die Methode “Funktion statt Konvention” - das respektlose Hinterfragen gegebener Strukturen und Neuerfinden von Leistungen mit der heutigen Technik. Diese habe zu seiner Teekampange und etlicher ähnlicher Geschäftsideen geführt hat. Es geht ein wenig unter, dass dies nur ein mögliche Weg ist eine originielle Idee zu entwickeln. Ausgleichend wirkt, dass diese Methode dafür sehr umsetzbar vermittelt wird.

Der Autor schreibt über weite Strecken sehr konstuktiv und positiv formuliert, doch viel Zeit wird darauf verwendet zu beschreiben wie die Dinge nicht sein sollen und was Denkansätze, die er nicht teilt, fordern und machen. Ich denke dies könnte kürzer gefasst sein, nimmt einem aber nicht den Spaß am Lesen.

Bemerkenswert ist die konsequente Kritik am ‘Gewinnmaximierungs-Prinzip’ zu dem der Autor auch durchaus Alternativen anbietet. Das Faltin den Wünschen, Vorlieben und Werten des Gründers einen hohen Stellenwert einräumt und deutlich auch nach den ‘Sinn’ einer Gründung über den Gewinn hinaus fragt, ist ein Ansatz den man in der “Businessplan Literatur” lange suchen muss.

“Es geht mir also darum, herauszufinden, was den Gründer bewegt und was hinter seiner Ausgangsidee liegt.” (S. 136, 8.1.1.)

“Sinn entsteht nicht aus ökonomischen Prinzipien. Der Profit hilft dem Sinn nachzugehen, nicht umgekehrt.” (S. 170, Kapitel 9)

“Profite - ja oder nein - das bringt uns nicht weiter. Wir müssen uns schon eingehender mit der Motivation des Handelnden beschäftigen.” (S. 176, 9.3)

Alles in allem ein sehr lesenswertes und unterhaltsames Buch mit vielen originären Ideen.

Buch Homepage: Kopf schlägt Kapital

Mai 19, 2003

Quotes from “The Capitalist Threat” - 97.02 - by George Soros

Kategorie: X-Brotkrümel — Richard @ 2:37 pm

” If the open society is to serve as an ideal worth striving for, it can no longer be defined in terms of the Communist menace.
It must be given a more positive content.”

“Too much competition and too little cooperation can cause intolerable inequities and instability.”

“We are enjoying a truly global market economy in which goods, services, capital, and even people move around quite freely, but we fail to recognize the need to sustain the values and institutions of an open society.”

“Yet laissez-faire ideology, I contend, is just as much a perversion of supposedly scientific verities as Marxism-Leninism is.”

“The main scientific underpinning of the laissez-faire ideology is the theory that free and competitive markets bring supply and demand into equilibrium and thereby ensure the best allocation of resources. [...] But when we examine the assumptions closely, we find that they do not apply to the real world. ”

“Economic theory takes values as given. At the time economic theory was born, in the age of Adam Smith, David Ricardo, and Alfred Marshall, this was a reasonable assumption, because people did, in fact, have firmly established values. [...] What used to be professions have turned into businesses. The cult of success has replaced a belief in principles. Society has lost its anchor.”

“Unsure of what they stand for, people increasingly rely on money as the criterion of value. What is more expensive is considered better. The value of a work of art can be judged by the price it fetches. People deserve respect and admiration because they are rich.”

“Laissez-faire ideology [...] does not recognize the need for a world order. An order is supposed to emerge from states’ pursuit of their self-interest. But, guided by the principle of the survival of the fittest, states are increasingly preoccupied with their competitiveness and unwilling to make any sacrifices for the common good.”

“If there is any lesson to be learned [from the collapse of communism/eastern block], it is that the collapse of a repressive regime does not automatically lead to the establishment of an open society. An open society is not merely the absence of government intervention and oppression. It is a complicated, sophisticated structure, and deliberate effort is required to bring it into existence. ”

“That is what is happening in our society today. Our sense of right and wrong is endangered by our preoccupation with success, as measured by money. Anything goes, as long as you can get away with it.”

“Only in a closed society does the concept of the open society provide a sufficient basis for political action; in an open society it is not enough to be a democrat; one must be a liberal democrat or a social democrat or a Christian democrat or some other kind of democrat.”